Abschied von der Villa Kunterbunt (3.4.2010)

Dank nochmals an  Martina und Enzo, die hervorragende Arbeit geleistet haben.

Aber das hieß auch Abschied nehmen von den 2 Steirern Siegi und Mario, die uns die Wartezeit auf die Motorräder sehr erleichterten. Jeden Abend grillten wir mit ihnen und tranken einige Cervezas und chilenischen Rotwein, dabei wurde es auch schon mal 4.00 Uhr früh.

Morgens zusammenpacken – oh Schreck – wohin mit dem Gepäck? Wir schnurrten und zurrten und irgendwann gelang es uns alles zu verstauen. UFF!

Herrliches Wetter, Sonnenschein pur und angenehme Temperatur – so macht biken Spaß – auf nach Argentinien. In den Städten quälten wir uns durch den Samstagverkehr Richtung Paso de Bermejo. Dabei campten wir am Fuße der Anden auf 2000 Meter Höhe gleich das erste Mal in freier Natur! Waschen im Bach und Toilette im Wald nebenan.

Am Morgen bei 1 Grad plus aufstehen, saukalt aber dafür blitzblauer Himmel. Rauf ging es auf 3200 Meter zur ersten Grenzüberschreitung und zur erstmaligen Grenzbürokratie (Österreich hast erfunden, hier wurde es perfektioniert). Kontrollen, Stempel, Kontrolle, Stempel, Kontrolle, Stempel,…trotzdem alle sehr freundlich, mit viel  „No hablo espanol“ helfen einem alle!

Nach ca. einer Stunde haben wir es geschafft, argentinischen Boden zu befahren und gleich darauf den höchsten Berg Südamerika – Aconcagua – mit 6960 Meter zu erblicken.

Weiter geht’s in Argentinien!

Vina del Mar und endlich wieder Motorräder (2.4.2010)

Nach Valparaiso haben wir uns noch den Nachbarort  angesehen: Vina del Mar. Von Palmen gesäumte, gepflegte Boulevards und weitläufige Parks, daher hat die Stadt ihren Namen, das übersetzt „Weingarten am Meer“ heißt.

Der Strand war völlig leer, da hier Herbst ist und eigentlich war es auch nebelig. Wir hatten aber einen kurzen Blick aufs Meer, dort stand das Schiff mit unseren Motorrädern an Bord.

Es dauerte bis am 1. April (kein Scherz) bis es hieß: wir können die Motorräder aus dem Zoll holen. Die Freude war riesengroß, wir waren schon ganz nervös bis wir (waren 3 Motorradfahrer) endlich hoch fuhren ins Landesinnere zum Zoll. Gemeinsam packten wir die Räder aus und Peter schraubte wie ein Wilder beide in kürzester Zeit zusammen. Dann die  Fahrt zurück zur Villa Kunterbunt, dabei ging noch das Benzin aus, da wir nur 1 Liter  im Tank hatten (darf nicht mehr beim Transport sein). Zuerst hat Peter bei der KTM was abgezapft, weil dem dritten Motorradfahrer der Benzin ausging. Dann fuhren wir ein Stück weiter, aber zum Glück ging es nur mehr bergab und Peter rollte bis zur nächsten Tankstelle.

Am Tag darauf packten wir die Motorräder voll (wahrscheinlich viel zu viel Gepäck)  um am 3.4.2010 dann endlich Richtung Argentinien zu starten!