Arequipa und Colca Canyon (03.05. – 10.05.2010)

Von Arica ging es vormittags zur peruanischen Grenze, das Highlight des Tages: Anstellen beim chilenischen Zoll, um beim Schalter zu erfahren, dass im Nebengebäude im 1. Stock ein Formular für die Motorräder zu kaufen ist. Wieder hinunter, Formular ausfüllen, wieder anstellen und so erhielten wir den 1. Stempel (Ausreise). Weiter fahren bis zum peruanischen Grenzgebäude, Motorräder parken, bewacht von einigen Grenzbeamten, die uns freundlich, das weitere Vorgehen erklärten. Hinein ins Zollgebäude zur Polizeikontrolle (Stempel), weiter zur Zollkontrolle (Stempel), weiter zur Gesundheitsbeamtin (Stempel), weiter zum Landwirtschaftsbeamten (Stempel), weiter zum KFZ – Beamten (Stempel), weiter zum Oberzollbeamten (Stempel) – und jetzt ein herzliches Bienvenidos in Peru. Noch einen guten Tipp vom Beamten – Pisco sour und Cebiche (roher Fisch), beides Nationalgerichte der Peruaner – zu verkosten. Endlich wieder auf unsere Motorräder 20 Meter fahren, wieder Halten und das Zollpapier mit den vielen gesammelten Stempeln abzugeben. Ein Wunder, vor uns geht der Schranken auf (nach 2 Stunden Stempel sammeln) dürfen wir in Peru einreisen.

Wir fuhren mit einem Übernachtungsstopp in Moquegua nach Arequipa, wo wir in einem netten Hostal unsere Motorräder wieder neben der Rezeption parken dürfen. Arequipa UNESCO-Weltkulturerbe ist die zweitgrößte Stadt Perus und liegt auf 2353 m Höhe. Der Vulkan Misti 5821 m und der Nevado Chachani 6075 m zieren das Panorama der Stadt. Durch die Nähe aktiver Vulkane werden in Arequipa täglich bis zu 12 Erdbeben registriert. Ca. 21.45 Uhr Ortszeit durften wir auch gleich ein Erdbeben der Stärke 6,4 miterleben.                                                                                                                    Eine Sehenswürdigkeit der Stadt ist das Kloster Santa Catalina (Baubeginn 1579), das erst 1970 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Darin wohnten 150 Nonnen und 400 Dienstmädchen über 300 Jahre der Bevölkerung mehr oder weniger verborgen.                                                                                                               Die Plaza Principial mit der Kathedrale und seinen Arkadengängen bilden das wunderschöne Zentrum der Stadt. Ebenso besichtigten wir den Mercado San Camilo, der besondere Leckerbissen zu bieten hat. Unter anderem gab es einen Jugo de Rana (Froschsaft) Zutaten: ein lebender Frosch, Wasser, Gewürze und einmal durchmixen. Mahlzeit!                                                                                                        

Von Arequipa aus machten wir die Tour in den Colca Canyon, dessen Höhepunkt der Cruz del Condor ist. Der Colca Canyon ist angeblich die tiefste Schlucht der Erde, in ihm befinden sich jahrhundert- alte Terrassenfelder, die von den Incas erbaut wurden. Am Cruz del Condor gibt es dann am Morgen die Kondore zu beobachten, wenn sie sich von den Aufwinden aus dem Canyon durch die Luft tragen lassen. Der Kondor ist mit einer Flügelspannweite von bis zu 3,20 m der größte Raubvogel der Erde. Der Anblick der Kondore war für uns ein einzigartiges Erlebnis!

Ein bisschen mehr Fotos…