Copaipo – Iquique (11.4. – 22.4.2010)

Copiapo, eine kleine quirlige Stadt, wo wir uns von den Strapazen der letzten Nacht  erholten. Copaipo war die erste Stadt von Südamerika, die eine Eisenbahn bekam, sowie den ersten Telegrafen und die erste Telefonleitung von Chile. Nachdem wir unsere müden Knochen erholt hatten, passierte uns das nächste Missgeschick, es stürzte beim Umspielen der Fotos auf Festplatte, der Computer ab. Es waren alle Fotos, Daten, Adressen usw. weg. Mit Hilfe von Dominik, Martina und Georg aus weiter Ferne, brachten wir das gute Stück wieder in Gange.

Nach gefüllten Bäuchen und vollen Tank fuhren wir ca.  250 km zum NP Pan de Azucar. Im Park gibt es weiße Sandstrände, geschützte Höhlen, steinige Landspitzen und kakteenbedeckte Hügel. Wir fanden hier einen wunderschönen, ruhigen  Campingplatz am Meer, daher konnten wir uns nicht gleich aufraffen weiter  zu fahren, sondern verbrachten 3 wunderschöne Tage am Strand. Nach ein paar guten Tipps eines chilenischen Kinderarztes, der ebenfalls Ruhe suchte hier am Meer, brachen wir Richtung Iquique auf.

Weiter ging es auf der Routa 5 durch die Atacamawüste (trockenste Wüste der Erde), wo ca. 50 km vor Antofagasta eine riesige Hand (El Mano) in der öden Landschaft auftauchte. Beim Fotografieren des Kunstwerks lernten wir eine nette Familie aus Antofagasta kennen. Sie gaben uns einen Tipp für ein Hotel in der Stadt. Da Antofagasta mit ca. 300.000 Einwohnern nicht gerade klein ist, nahmen wir die Info gerne an. Als wir endlich das Hotel gefunden hatten mit Hilfe einer Securitystreife, stand plötzlich die Familie wieder vor uns.  Das Hotel hatte leider keine sicheren Abstellmöglichkeiten für unsere Motorräder und Jose bot uns kurz entschlossen an,  bei ihm und seiner Familie im Haus zu übernachten. Nach kurzem Zögern, weil für uns ungewohnt, nahmen wir das Angebot an. Wir erlebten einen wunderschönen, gemütlichen Abend bei der Familie Jose und Loreto C.M. und deren 2 süßen kleine Mädchen Sebastiana` und Josefa. In der Früh hieß es Abschied nehmen von einer viel zu kurzen Begegnung und Kennen lernen der Familie. Nach austauschen von Fotos, Adressen und Tipps fuhren wir nach Iquique weiter. Hier am Abend angekommen, suchten wir wieder einmal ein Hotel, fanden ein Nettes in der Altstadt, wo wir und die Motorräder eine Bleibe fanden. Die Motorräder durften neben der Rezeption schlafen.                                                                                                                                          Iquique ist eine charmante Küstenstadt, mit Überresten der Architektur aus König Georgs Zeiten und zwar die hölzernen Bürgersteige von Baquedano.

Fotos dazu hier