Flughafen von Ushuaia
Wiedersehen am Ende der Welt – Fin del Mundo! (23.10. – 25.11.2010)
Endlich wieder glücklich vereint am Ende der Welt (Fin del Mundo) in Ushuaia am Flughafen nach langen 12 Wochen Trennung! Das Wiedersehen war kaum zu fassen, Riesengroß die Freude auf beiden Seiten, Renate brauchte einige Tage bis sie begriff, dass sie wieder in Südamerika ist.
Aber nun zu den letzten Wochen:
Nach dem Peter die Motorräder in Arica gut geparkt hat, flog er über Santiago de Chile nach Buenos Aires. Dort fand er seine Freunde Günter und Gerhard um 10.00 Uhr Vormittag beim Bier trinken am Flughafen. Zu Dritt verbringen sie die nächsten Wochen gemeinsam in Argentinien, wo sie mit einem Leihauto das Land durchqueren.
Nach 3 Tagen Besichtigung von Buenos Aires flogen die Drei nach Puerto Iguazú. Dort befinden sich die größten Wasserfälle der Erde 2,7 km breit und 70 bis 80 m stürzen sie hinab. Sie besuchten die argentinische und nach einem Tag die brasilianische Seite dieses Naturwunders. Die Wasserfälle liegen an den 3 Ländergrenzen Brasilien, Paraguay und Argentinien. Der 1300 km lange Fluss, welcher gespeist von unzähligen Nebenflüssen, plötzlich in mehreren hundert einzelnen Fällen bis zu 70 m tief hinabstürzt.
Danach ging es wieder zurück nach Buenos Aires, wo sie den Leihwagen, einen Fiat übernahmen. Bis nach Ushuaia sind es ca. 3000 km, jedoch sie besuchten mehrere Orte im Süden von Argentinien und so wurden es 7000 km bis Ushuaia.
Unter den Punkten war zum Beispiel die Halbinsel Valdez, Bariloche in den Anden, der Perito Moreno, die Peter jedoch mit Renate am Rückweg nach Buenos Aires noch mal besuchen werden und wir dann genauer über diese Orte berichten werden, genauso über Buenos Aires und den Tangotänzern,….
In El Calafate (Perito Moreno) verabschieden sich Günter und Peter von Gerhard, den sein Urlaub war hier zu Ende.
Die Beiden fuhren in den chilenischen Teil von Patagonien weiter über Puerto Natales, wo sie eigentlich den Nationalpark Torres del Paine besuchen wollten, jedoch das Wetter sich nicht wirklich von der guten Seite zeigte. Daraufhin entschlossen sie sich weiter nach Punto Arenas zu fahren, welche angeblich die südlichste Kontinentalstadt der Welt und die schönste Stadt in Patagonien sein soll. Jedoch Günter und Peter hat sie nicht so besonders gefallen. Sie besuchten noch die Isla Magdalena, wo schätzungsweise 200 000 Magellanpinguine leben. Diese sind etwa 70 cm groß und haben einen schwarz weißen Kopf so wie einen schwarzen Streifen am oberen Rand ihrer Brust.
Nächsten Tag fuhren die beiden weiter und mit einer Fähre übersetzten sie vom Festland auf die Insel Tierra del Fuego – Feuerland. Von dort waren es noch ca. 500 km bis nach Ushuaia, die Stadt am Ende der Welt.
Nach einem Marathonflug von Wien über Madrid, Buenos Aires nach Ushuaia war Renate 24 Stunden mit Wartezeiten an den Zwischenflughäfen unterwegs. Nachdem man ihr in Wien die geplante Unterstützung durch die Wanderstöcke nicht erlaubte, wurde sie in Madrid und Buenos Aires mittels Rollstuhl und dem nötigen Personal dazu versorgt. Dies funktionierte ausgezeichnet, wurde in Madrid gleich beim Flieger abgeholt und nach 9 Stunden wieder zum neuen Flugzeug gebracht bis an die Tür, ebenso in Buenos Aires!
Was leider von der Fluggesellschaft IBERIA gar nicht funktionierte, war die Reservierung des Notausstiegplatzes für den 12 Stundenflug, den sich Renate für € 50,- Aufzahlung in Wien reservieren ließ, damit sie genug Platz für ihr verletztes Bein hatte. Jedoch als sie im Flugzeug von Madrid nach Buenos Aires Platz nahm, kam nach kurzer Zeit eine Dame die ebenfalls den gleichen Sitz gebucht hatte. Wir machten den Steward darauf aufmerksam und dieser verschwand mit unseren Bordkarten. Nach kurzer Zeit kam er wieder und wollte, dass Renate einen Sitz weiter hinten Platz nehmen soll und die andere Dame erhielt den fußfreien Platz. So einfach ließ sich Renate doch nicht abspeisen und blieb sicher sitzen und weigerte sich den Platz zu verlassen. Nach einigen Hin und Her kam der Chefsteward und erklärte ihr ebenfalls, sie solle auf dem Platz dahinter. Renate jedoch blieb sitzen und versuchte dem Steward klar zu machen, dass sie für diesen Sitz extra bezahlt hatte und einen Unfall hatte usw. Jedoch dem Steward interessierte dies nicht, er schnitt ihr das Wort ab und sagte streng und mit einer Schärfe in der Stimme: sie hätte die Wahl, entweder den Sitz dahinter oder sie kann den Flieger verlassen, dabei ging er auf die Seite und deutete mit der Hand Richtung Ausgang. Da blieb Renate der Mund offen und die Luft weg, automatisch ging sie auf den hinteren Sitz, den sie wollte nicht aussteigen sondern unbedingt zu Peter! (das Ganze hat noch ein kleines Nachspiel mit IBERIA)
So kam sie dann auch am 19.11. um 19.30 in Ushuaia an und freute sich riesig bei Peter zu sein.
Hier feierten Peter, Günter und Renate das Wiedersehen und verbrachten gemeinsam einige Tage in der Stadt.
Ushuaia, die südlichste Stadt der Erde, mit ca. 60 000 Einwohnern, liegt am Beagle - Kanal
Mit einem Katamaran machten sie einen Tagesausflug auf dem Beagle –Kanal zu den umliegenden Inseln, wo auch endlich Renate die kleinen Magellanpinguine kennen lernte. Ebenso besuchten sie die Estanzia Haberton, wo sich die ersten Europäer niederließen.
Auch einen Besuch des Nationalparks Tierra del Fuego stand am Programm, wo sich die südlichste Eisenbahn der Erde befindet. (für unsere Eisenbahnfreunde http://www.trendelfindelmundo.com.ar/ )
Das Wetter wechselte hier besonders schnell und so bekamen wir alles zu spüren: Schnee, Wind, Regen und Sonnenschein.
Am Donnerstag den 25.11. verabschiedeten wir Günter und für uns begann der gemeinsame, lange Weg zurück nach Buenos Aires.
SÜDAMERIKA 2010